Zuvor mussten wir hinter der Bühne warten

Nun, wir haben ein lautes Konzertwochenenenende hinter uns: des Freitags spielten wir im wunderföhnen Brunnen auf (ein wahrhaftig feiner Föhn, der mir allerdings den Kopf verwehte - Kopfweh mein ich), auf Einladung der lieben Superspy. Im Schützenhaus.

Weh mir, dachte ich mir bei der Abfahrt in Basel. Schützenhaus - müssen wir nun unter Fahnenstangen, Trophäen und Wildschweinköpfen aufspielen? Nee, war nich so schlümm. Dafür hatte es Wanderlagerhausgeruch und knackige Jungs, die ihren (und des Baschis) muskelbepackten Oberkörper mit frischem Bier bespritzten. Lecker. Das ist er wohl, dieser Rackenroll. Bisweilen bin ich froh, weit hinten hinter dem hintersten Schlagzeug zu sitzen. Samstags gings dann ans Leimentaler Openair (im Zelt) gen Witterswil. Naja, es schoff in Strömen. Matsch am Boden und Matsch an der Mattscheibe (2:2 - much blöd). Ausser während unseres Auftritts notabene musste Gott nicht weinen, aber das ist ja immer so: Vorn spielte eine feine junge Band namens AltF4 aus dem Fricktal, die mir ein wohlwollendes Grinsen aufs Gesicht zauberte. Drogenmusik mit knorke Rhythmen und dufte Hammondorgel. Bin halt ein Hippie, ich mag so was. Doch ein Blick ins Publikum liess mich erschaudern: Da klebten alle zuhinterst auf den Bänkli, und vor der Bühne war eine Sau. Wie trostlos, bleibt das so bei uns? Naja, viel konnte ich nicht erkennen weit hinter dem hintersten Schlagzeug aus, doch ich meinte ein durchaus wohlwollendes Publikum vernommen zu haben, welches sich doch ziemlich nah am Bühnenrand einbefunden hatte. Fein. Indes war unser gepflegtes Musizieren etwas schludriger Natur.

Auch schön war unser Interview mit zwei jungen Damen vom Sex Zürich: Tiefschürfend, nachdenklich und sehr, sehr ernst. Selbiges würd ich gerne hören. Wann wird denn das gesendet? Kann mal jemand nachfragen? Ach ja, Terry Twang hat sich die Hand in der Schiebetür des Bandbusses fürchterlich eingeklemmt. (enthusiastisch): Hey, wir haben ein neues Probelokal! Das ist total lässig! Superschön, mit wahnsinnig gutem Sound. In Kleinhüningen, im Studio der Scrucialists. Sogleich wurde auch an zwei neuen Songs gearbeitet: ein neilyounginkaftangoesmotown und ein hypnobummtätschboing. Diesen Zauber hat das Quintett nun bereits zum vierten Mal auf CD gebannt.

„We Are“, das erste Album von Fucking Beautiful erschien 2001, gleichzeitig war dies das Hausmanns Abschlussjahr bei den Lovebugs mit Goldstatus für das Album „Awaydays“. Fucking Beautiful ging 2002 für über ein Jahr nach London, wo die Band viele Konzerte spielte, Erfahrungen sammelte und wichtige Kontakte knüpfte. Eine Fangemeinde entstand und das Interesse von Labels wurde geweckt, ein zufriedenstellender Deal kam jedoch nicht zustande.

akustische

Zurück in der Schweiz wurde 2004 das Album „Rub It In“ veröffentlicht, welches sowohl bei der Presse als auch beim Publikum auf sehr gutes Echo stiess. Der Song „Show Me What You Got“ wurde von den DRS3/Sounds-Hörern zum Song des Jahres gewählt. Nach zahlreichen Konzerten in der Schweiz und in England und dank guten Verkäufen ist bereits CD Nummer 3 in Planung. Im Frühling 05 formiert Hausmann die Band neu, mit Remy Sträuli am Drum, Pascal Grünenfelder am Bass und Tobi Glanzmann an der Gitarre findet er drei versierte Basler Musiker, die der Band neuen Schwung verleihen. Das dritte Album, „Blood Of Gold“ erscheint Anfangs 2006. Im Winter 2006 nehmen Milk und Sebastian ein sehr intimes akustisches Album auf. Ein grosser Kontrast zu Fucking Beautiful, aber dennoch mit ähnlicher Intensität: die Formation wird deshalb auch nach der letzten Platte „Blood of Gold“ benannt, das Album ist seit Mitte Feb. 2007 bei RecRec in Vertrieb. Anfangs Oktober 07 folgt der bislang letzte Streich: Fucking Beautiful veröffentlichen ihr viertes Album „Here Comes The Pain Again“: 13 schillernde Songs zwischen punk-poppigem Glam, eingängigen Rocknummern und hymnischen Indie-Kracher mit Hit-Potential.

Der wahre Baschi will sich immer noch nicht anpassen und weiss, dass ihn Rock’n’Roll eines Tages retten wird. Das singt er alles in einer wunderschönen Nummer auf seinem neuen Werk «Here Comes the Pain Again». Und deshalb ist er weiterhin der einzig brauchbare Glamrocker der Schweiz. Also, hört auf zu schiessen und hört zu.

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